Schüleraustausch in Ry mit einer Premiere
Bereits zum vierten Mal fand in diesem Jahr der Schüleraustausch mit unserer dänischen Partnerschule in Ry statt. Doch dieses Mal gab es eine ganz besondere Premiere: Zum ersten Mal besuchten wir die Dänen zuerst, statt wie sonst die Gäste in der Adventszeit bei uns an der Schule zu begrüßen. Diese neue Reihenfolge war ein großer Erfolg.
Schon bei der Ankunft war das Eis sofort gebrochen. Die dänischen Gastgeber zeigten sich sofort offen und freundschaftlich, sodass von der ersten Minute an eine herzliche Atmosphäre herrschte. Berührungsängste wegen der Sprache gab es keine, denn alle Schülerinnen und Schüler kommunizierten absolut erfolgreich auf Englisch.
Der erste Abend startete ganz entspannt mit lustigen Kennlernspielen und gemeinsamem Pizzaessen. Am zweiten Tag stand ein Ausflug in die dänische Kulturmetropole Aarhus auf dem Programm. Bei einem abwechslungsreichen Stadtspaziergang entdeckte die Gruppe die Highlights der Stadt.Im Kunstmuseum ARoS bestaunten wir den farbenfrohen Regenbogengang („Your rainbow panorama“) und genossen die Aussicht über die Stadt.Danach ging es auf Zeitreise: Wir besuchten „Den Gamle By“, das erste Freiluftmuseum der Welt, das völlig zurecht zu Dänemarks bestem Museum gekürt wurde. Nach so viel Kultur durfte natürlich auch die Freizeit zum gemeinsamen Shoppen und Erkunden nicht zu kurz kommen.
Der Dienstag führte uns wieder zurück in den dänischen Alltag und die Natur. Morgens erhielten wir spannende Einblicke bei den Hospitationen im Unterricht und wurden beim gemeinsamen Kunstprojekt kreativ (ein Rezept für einen erfolgreichen Austausch schreiben und illustrieren).Anschließend ging es zum Himmelsberg (Himmelbjerget), einer der höchsten Erhebungen Dänemarks mit tollem Blick auf die umliegende Seenlandschaft, wo es erneut beim Schreiben von Haiku-Gedichten in Kleingruppen kreativ und multilingual wurde (Dänisch – Deutsch – Englisch). Abgerundet wurde der Tag durch eine actionreiche Runde Brennball, bei der der gemeinsame Spaß noch einmal im Vordergrund stand, bevor der Abend individuell gestaltet wurde.
Am Mittwochvormittag ging es für uns schon wieder zurück, aber zunächst verbrachten wir noch eine gemeinsame Englischstunde mit unseren dänischen Partnern. Beim Speeddating unterhielten wir uns über die Frage, ob Graffiti Kunst oder Vandalismus ist (das ist das derzeitige Thema der dänischen Klasse in Englisch) und haben beim angeleiteten Nachstellen von „awkward family pictures“ schön gelacht.
Dieser Austausch hat einmal mehr gezeigt, wie schnell aus Fremden Bekannte werden können und wie wichtig der Blick über den Tellerrand ist. Wir bedanken uns bei den dänischen Lehrerinnen Susanna und Ditte sowie den supernetten Gastfamilien und freuen uns schon jetzt riesig auf den Gegenbesuch der Dänen im April bei uns!
Ulrike Scholz (Lehrerin für Englisch und Spanisch)
„Am Anfang, wenn man sich für den Austausch anmeldet, ist einem noch gar nicht richtig bewusst, was auf einen zukommt oder wen man als Austauschpartner bekommt. Wenn man dann weiß, wer der Austauschpartner ist, fragt man sich zunächst, wie die Person wohl sein wird und ob man sich gut mit ihr verstehen wird. Während der Zugfahrt wurde die Aufregung immer größer. Je kürzer die Strecke wurde, desto aufgeregter war man. Als wir schließlich vom Bahnhof abgeholt wurden, habe ich direkt gemerkt, dass die Leute sehr nett und offen sind. […] Abends sind wir gemeinsam rausgegangen, haben viel gelacht und eine schöne Zeit miteinander verbracht. Auch als große Gruppe haben sich alle gut verstanden. Die Dänen haben uns mit offenen Armen empfangen und uns von Anfang an das Gefühl gegeben, willkommen zu sein. Auch die gemeinsamen Ausflüge waren sehr lustig und abwechslungsreich. Insgesamt gab es eigentlich nichts an diesem Austausch auszusetzen. Wir hatten eine tolle Zeit in Dänemark und freuen uns jetzt darauf, unsere Austauschschüler im April bei uns willkommen zu heißen.“ (J.H.)
